TV 06 Limbach I ohne Punktgewinn am Wochenende

Schwarzes Kirmeswochenende für den TV 06 Limbach I


Anders als in der vergangenen Spielzeit, in welcher die erste Mannschaft des TV 06 Limbach am Kirmeswochenende ihr bestes Tischtennis zeigte, kam man in dieser Saison in beiden Spielen unter die Räder.

Samstags empfing man die Gäste von der TSG 1845 Heilbronn in eigener Halle, wo man sich durchaus gute Chancen ausrechnete, da diese bisher auch erst zwei Punkte auf ihrem Konto verzeichneten konnte.

Schnell stellte sich heraus, dass die Mannen um Spitzenspieler Christoph Brubach an diesem Tage den Gästen aus dem Norden Baden-Württembergs nicht das Wasser reichen können. Bereits nach den Doppeln lag das Team des TVL mit 0:3 zurück. Als dann auch noch Brubach gegen Klosek in drei Sätzen den Kürzeren zog, ahnten die Zuschauer in der Schulturnhalle, was auf sie zukommen könnte. Christoph Wagner versuchte nun unter allen Umständen Limbach wieder in die richtige Spur zu bringen und verlangte Heilbronns Spitzenspieler Chao alles ab. Immer wieder punktete Christoph mit seiner Rückhand-Presse, musste jedoch letztlich im fünften Satz mit 6:11 seinem Kontrahenten gratulieren. Im mittleren Paarkreuz hatten es Andreas Huber und Steffen Meister mit den Brüdern Patrick und Michael Dudek zu tun. Beide konnten ihr Potenzial nicht abrufen und mussten neidlos die Niederlage anerkennen. Somit lag der  TVL bereits mit 0:7 auf der Verliererstraße. Im hinteren Paarkreuz sollten André Forsch und Eric Glod etwas Ergebniskosmetik betreiben und die letzte Hoffnung Limbachs am Leben erhalten. André verlor zwar die ersten beiden Sätze gegen Vicherek, kam dann jedoch immer besser ins Spiel und triumphierte im entscheidenden Durchgang. Eric hingegen konnte seine Leistungen nicht abrufen und verlor mit 1:3. Im Spitzenspiel des Tages zeigte Christoph Brubach eine deutliche Leistungssteigerung gegen Chao. Zwar verlor auch er die ersten beiden Durchgänge, kam anschließend jedoch immer besser ins Spiel. Unglücklich verlor er letztlich Satz fünf mit 11:13 und besiegelte dadurch die 1:9 Heimniederlage.

Tags drauf empfing man in eigener Halle die Gäste vom TTC Zugbrücke Grenzau. Wusste man vorher schon, dass die Gäste in Bestaufstellung zu den spielerisch stärksten Mannschaften der Liga gehören, erhoffte man sich dennoch eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Samstag. Zum Pech für den TVL reiste Grenzau mit dem Spitzenspieler Lubomir Jancarik an. Dieser absolvierte schon in der ersten Tischtennis-Bundesliga mehrere Partien und machte unter anderem einem Sieg gegen Tiago Apolonio auf sich aufmerksam. Auf Seiten Limbachs rückte Spielertrainer Marco Schmitt, nach seinem Marathonlauf, wieder zurück ins Team und ersetze Christoph Wagner. Somit spielte der TVL das erste Mal mit vier Linkshändern in einem Team, was zugleich bedeutete, dass ein reines Linkshänder-Doppel gestellt werden musste. Diesen Part übernahmen Andy Huber und Marco Schmitt gegen das gegnerische Spitzendoppel aus Alberto Mino und Sven Müller und verloren mit 0:3. Limbachs Doppel eins, bestehend aus Christoph Brubach und Steffen Meister sollte nun für den Ausgleich sorgen. Nach hartem Kampf mussten sich die beiden jedoch dem Duo Limbach/Semenov im letzten Durchgang geschlagen geben. Wollte der TVL nicht schon wieder mit 0:3 nach den Doppeln starten, war es nun an André Forsch und Eric Glod für den Punkt zu sorgen. Dieses Spiel begann jedoch direkt mit einem Paukenschlag. Forsch und Glod verloren den ersten Satz mit der Höchststrafe von 0:11 Diesen Schock legten die beiden Jungspunde erstaunlicherweise schnell ab und konnten die Durchgänge zwei und drei gegen Simonis/Senscheid für sich entscheiden. Durchgang vier wiederum konnten die Spieler aus Grenzau gewinnen, wonach Durchgang fünf entscheiden musste. Was nun kommen sollte, zeigt wie kurios der Tischtennissport sein kann. Verlor man den ersten Satz mit 0:11 konnte man den fünften Satz mit 11:0 gewinnen und somit ebenfalls die Höchststrafe erteilen. Im vorderen Paarkreuz knüpfte Christoph Brubach gegen Mino an seine gute Einzelleistung des Vortages an und konnte ausgezeichnete Ballwechsel bieten. Beim Stande von 7:7 im fünften Satz, keimte zunächst bei den Limbachern noch die Hoffnung auf, dass Christoph den Spielstand egalisieren würde; unglücklicherweise zog Mino aber mit 11:7 davon. Erwarteten nun alle, dass Andreas Huber gegen die Nummer 142 der Welt, Lubomir Jancarik, keine Chance haben sollte, belehrte dieser alle umgehend eines Besseren. Andy spielte phänomenal auf, sicherte sich Durchgang eins und zwei mit 11:6 und 11:7 und konnte auch die beiden folgenden Sätze gleichwertig mithalten. Lediglich der fünfte Durchgang fiel mit 2:11 zu deutlich zu Gunsten von Jancarik aus, was ihm gleichbedeutend den Sieg über Andreas bescherte. Marco Schmitt hatte es, wie in der vergangenen Saison, mit Jan Limbach zu tun. Konnte Marco das letzte Spiel noch knapp für sich entscheiden, merkte man ihm dieses Mal seinen Trainingsrückstand an, was sich letztlich auch in der Viersatz-Niederlage wiederspiegelte. Durch das Mitwirken des Spitzenspielers von Grenzau, welcher in dieser Saison erst ein Pflichtspiel absolvierte, konnten alle Spieler auf den etatmäßigen Positionen antreten. Dass Sven Müller einer der stärksten Spieler im mittleren Paarkreuz ist musste Steffen Meister an diesem Tage konstatieren. Trotz gutem Gegenwirken durch Steffen musste er sich im Endeffekt mit 1:3 geschlagen geben. Grenzau konnten durch diesen Erfolg folglich auf 6:1 erhöhen. Spielten André Forsch und Eric Glod im Doppel noch gut auf, konnten sie im hinteren Paarkreuz ihren Kontrahenten Christopher Simonis und Andrey Semenov kein Paroli bieten und verloren jeweils mit 0:3. Somit hatte Christoph Brubach bei 1:8 wiederum sein zweites Spiel zu bestreiten, welches er mit 1:3 gegen Jancarik verlor und die erneute 1:9 Niederlage besiegelte.

Der TV 06 Limbach belegt durch die beiden Niederlagen den 9. Tabellenplatz in der Regionalliga Südwest. Das nächste Spiel steht am 09. November beim TSV Wendlingen an.

30.10.2013